Patrick Blattner
erklärt im Interview, was die GewerbeART in Küttigen speziell macht
Das Buch «Glasklare Verhältnisse – Fenster für Generationen» soll auch eine kleine Hommage an Marc Nyfelers (2.v.r) Eltern Ruth und Samuel Nyfeler (l.) sein. Eine ebenso wichtige Stütze ist für ihn seine Frau Edith Nyfeler (r.).
Bild: da
Am Dienstagabend vergangener Woche lud Marc Nyfeler, Verwaltungsratspräsident und Geschäftsleiter der AL-KU Fenstertechnik AG, ins Hotel Zofingen zur Vernissage des Buches «Glasklare Verhältnisse – Fenster für Generationen» ein. Dieses blickt zurück auf die knapp 50-jährige Firmengeschichte.
Zofingen Rund 50 geladene Gäste – darunter Familie, Freunde, Wegbegleiter, bekannte Namen aus Wirtschaft sowie Politik und sogar seinen ehemaligen Lehrmeister – durfte Marc Nyfeler im geschichtsträchtigen, 250-jährigen Saal im Hotel Zofingen zur Buchvernissage begrüssen. Aber weshalb überhaupt ein Buch? «Es geht darum, die Firmengeschichte der AL-KU Fenstertechnik AG aufzuarbeiten, welche seit über vier Jahrzehnten in einem nicht immer einfachen Business tätig ist», so Marc Nyfeler. Der lange Weg eines KMU mit all seinen Hochs und Tiefs über zwei Generationen hinweg soll weitergegeben werden – ganz ohne Selbstbeweihräucherung, dafür ehrlich und gut lesbar. Gestartet ist das Projekt Anfang 2020; nach etlichen Ideen und Interviews ging das Buch im Herbst 2021 schliesslich in den Druck. Und dann begann das lange Warten – denn die für Ende 2021 geplante Vernissage fiel wie so vieles der Pandemie zum Opfer. Jetzt konnte die Vernissage aber endlich nachgeholt werden.
In seiner Ansprache dankte Marc Nyfeler zuallererst seinen Eltern, Ruth und Samuel Nyfeler, welche das KMU über viele Jahre hinweg erfolgreich aufgebaut, geführt und somit den grössten Anteil an der Firmengeschichte haben. «Das Buch soll entsprechend auch eine kleine Hommage an meine Eltern sein. Sie haben auch mir den nötigen Respekt und Freiraum gezollt, damit die Firma auch in 2. Generation bestehen kann.» Ebenso wichtig ist Marc Nyfeler dessen Frau Edith, welche ihn bis heute stets in allem unterstützt hat. «Das ist enorm wertvoll, insbesondere dann, wenn es sich auch mal um unangenehme Dinge handelt», so Marc Nyfeler. Um das Puzzle zu vervollständigen, brauche es nicht zu letzt auch tolle Kunden, treue Mitarbeiter und gute Monteure. Auch die Stadt Zofingen liess es sich in der Person von Stadtrat Peter Siegrist nicht nehmen, ein Grusswort zu überbringen. Es sei eine grossartige Leistung eines KMUs, sich über eine derart lange Zeitspanne erfolgreich behaupten zu können.
Anschliessend hielt Anton P. Meier, ein langer Wegbegleiter der Familie Nyfeler, die Laudatio auf das Unternehmen. 1975 ist er Samuel Nyfeler erstmals anlässlich eines militärischen WKs begegnet. Daraus entwickelte sich eine Freundschaft, die auch über den Militärdienst hinweg bestehen blieb. Als er in den 90er Jahren als Präsident der Bau- und Wohngenossenschaft Graphis bei der Firma AL-KU neuartige Kunststofffenster bestellte, die entsprechend auch teurer als die bekannten Holzfenster waren, habe es grosse Diskussionen gegeben. Die folgenden Jahre mit weiteren Aufträgen an die AL-KU hätten aber bewiesen: der Entscheid sei richtig gewesen. Diese Hartnäckigkeit zeichne auch die AL-KU selbst aus. Während in den letzten Jahrzehnten viele Firmen aus der Baubranche Konkurs gingen, sei bei der AL-KU noch keine einzige Betreibung ins Haus geflattert. Dies liege mitunter an den Werten, welche das KMU pflegt: gegenseitiges Vertrauen, Respekt, Verlässlichkeit, Fairness, Kollegialität und Wertschätzung.
Das Buch ist in jedem guten Bücherladen erhältlich.
David Annaheim
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