Matthias von Arx
Der Präsident der Fischerzunft Aarau im Interview
Buchs Mit erwartungsfrohen Gesichtern stiegen 20 Sänger in Buchs in den Reisecar. Das Ziel war ihnen auch dieses Jahr nicht bekannt. Der Reiseleiter gab, wie bereits in den letzten Jahren, nur die Himmelsrichtung an, in die es gehen sollte: «Richtung Westen.» Diejenigen, die mochten, durften im Voraus einige knifflige Rätselfragen beantworten. Die Fragen waren dieses Jahr besonders schwierig, errieten doch nur vier Sänger das Lösungswort. Als Anerkennung erhielten alle vier ein kleines Präsent.
«Welcher Namen für ein Restaurant ist im Kanton Bern am häufigsten?», war eine Frage. Die richtige Antwort lautete: «Bären». Folgerichtig hielt der Chor zur Kaffeepause bei einem geschichtsträchtigen Bären am Ufer des Bielersees. Langsam kristallisierte sich das Ziel heraus. Die Sängerschar erspähte die eindrücklichen Felswände des Creux-du-Van und das Ziel wurde klar: Die Fahrt geht ins Val de Travers. Ein Hinweis lautete auch: «Wir machen eine Führung bei einer Temperatur von 8 Grad.» Jetzt war dem Letzten klar, dass es sich beim Reiseziel um die Asphaltminen von La Presta in der Gemeinde Val de Travers handelte. Der Führer Grégoire vermittelte den Besuchern mit welschem Charme viel Wissenswertes zur Mine. Erstaunlich ist, dass die 1986 geschlossene Mine, einst die wichtigste Asphaltmine Europas war.
Da Môtiers nur einen Katzensprung entfernt liegt, bot es sich an auch im dortigen Musée de l’Absinthe einen Besuch zu machen. Die Frage stellte sich: wieso wurde die Herstellung von Absinth verboten? Das Museum lieferte unterschiedliche Antworten dazu. Da nur die Herstellung verboten war, etablierte sich eine abenteuerliche Schwarzbrennerei und ein sehr kreativer Vertrieb des Elixiers. Das Beispiel eines Produzenten ist dokumentiert, der Absinth in leere Ananasdosen abfüllte.
Den gemütlichen Ausklang fand diese spannende Reise in einem gemütlichen Restaurant in der Region. Alle waren sich einig: Die Reise bot viel Abwechslung und zwei spannende Führungen. Auch nächstes Jahr wird es wieder eine Reise geben. Nur eines ist bisher bekannt: Die Reise wird nach Süden führen.
Wer neben dem Singen auch spannende Exkursionen und gute Kameradschaft erleben möchte, ist herzlich eingeladen, unverbindlich in eine Probe des Männerchors hineinzuschauen. Am Dienstag, 15. September 2026, findet um 20 Uhr in der Aula Gysimatte in Buchs eine offene Probe statt. Auch ein Besuch auf der Homepage lohnt sich: www.maennerchor-buchs.ch
Martin Keller
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